Dubai

Donnerstag, 17.07.2014
Dubai ist im Sommer heiß, sehr heiß. Im mega-Flughafen ist es zwar so klimatisiert, dass man eigentlich einen Pulli braucht, aber kaum ist man draußen, will man wieder rein und das T-Shirt klebt an der Haut. Obwohl wir erst 6 Uhr morgens haben...
Mit der U-Bahn gehts zum Hotel, wo wir netterweise schon morgens in unser Zimmer einchecken können. Vormittags sind dann kurz ne Runde in unser Umgebung gelaufen, aber erstens gab es nichts zu sehen und zweitens war es höllisch warm. Also haben wir geschlafen und sind erst am Abend aktiv geworden.
Wir hatten uns eine schöne Tour überlegt. Wir fingen auf einem Stoffbasar an und bestaunten die größte Juwelierstraße der Welt.
Anschließen gings mit einem kleinen Bötchen für 1 Dubai-Dollar aus dem traditionellen Viertel in das moderne Dubai. Hier spielt Geld keine Rolle und das Burj Khalifa übertrumpft natürlich alles. Die unfassbar große Mall am Fuß des höchsten Gebäudes der Welt ist aber auch nicht ohne. So findet man z.B. eine Eislauffläche zwischen Designerläden und Juwelieren. Aber wir wollten nach oben. Die Tickets hatten wir schon vorbestellt und dann gings los.
Es war leider enttäuschend. Obwohl das Gebäude 828m hoch ist, ist die Aussichtsplattform schon bei ca. 450m, nur knapp höher als wir auf dem CN-Tower in Toronto waren. Außerdem war es wolkig und der Smog in Dubai lässt leider nur sehr wenig Sicht zu...Die Fontänen vor dem Burj Khalifa sind aber schon etwas Besonderes.
Generell ist der Glanz und Protz schon echt cool anzuschauen, aber ein guter Ratschlag: Fahrt nicht im Sommer nach Dubai, im Winter sind hier auch angenehme 25 Grad.

Good Bye Australia

Dienstag, 15.07.2014
Die letzen Tage vergingen wie im Flug. Das unfassbare Halbfinale gegen Brasilien schauten wir morgens um 5 bei englischen Freunden und zockten noch den ganzen Tag FIFA. Für die verbleibenen Tagem bis zum Abflug zogen wir in ein kleines, gemütliches Hostel in der city. Dort fand sich immer jemand zum Billiard oder Fußballspielen und schon stand unser letztes Wochenende in OZ an. Samstag Abend trafen wir uns mit zwei Iren von den Mildura Leuten. Nachdem wir mittags schon vergeblich versucht hatten, uns Deutschland-Trikots zu kaufen (ausverkauft) hatten wir abends Glück. Aus der vorbeifahrenden Tram auf dem Weg zu den Anderen sahen wir neue Trikots im Adidas-Store hängen. Sind natürlich nächste Station raus und haben uns das letze Trikot in einer vernünftigen Größe geschnappt.
Der Sonntag Abends stand dann im Zeichen des WM-Finales. Wir wollten im Casino gucken und gingen 2 1/2h vor Anstoß rein. Das war auch gut so, denn um 3 Uhr morgens, also 2h vor Kickoff wurde die Tür zur Bar geschlossen. Die Stimmung war 90min großartig, 23min angespannt und dann Schwarz Rot Gold.
Nach 2h Schlaf erledigten wir heute mittag die letzen Dinge wie Souvenirs kaufen und Kontoschließen. Jetzt sitzen wir im Flughafen und warten auf unserem Flug nach Dubai.

PS: Als wir heute mit Trikot in die Bank gingen, wünschte uns der Angestellte viel Glück für das Spiel. So eine Ignoranz!

Money Money Money

Dienstag, 08.07.2014
Am Wochenende stand ein großes Wiedersehen mit unseren Schicksalsgenossen aus Mildura an. Entweder war man wieder in Melbs oder hatte hier die ganze Zeit gearbeitet. Nach einem super starken Abend können wir wohl behaupten, dass niemand mehr geschädigt ist, sondern alle ihre Zeit in downunder mehr als genießen.

Und es gibt eine mega gute Nachricht! Wir haben endlich den Pajero verkauft (nicht verramscht). Nach vielen vergeblichen Versuchen, die aus unterschiedlichsten Gründen gescheitert sind, haben wir in einem französischen Pärchen neue Besitzer für unser geliebtes Auto gefunden. Der Cash tut auch ganz gut;)

Ein Fußballabend

Samstag, 05.07.2014
Gestern war es soweit, die doch beeindruckende Weltmeisterschaft in Brasilien (nicht unbedingt Deutschland, aber was soll's) ging in die entscheidende Phase. Die ersten zwei Viertelfinals standen an. Und da ja keine Karnevalsvereine mehr vertreten sind war Spannung garantiert.
Wir beschlossen wieder zum Casino zu fahren, da die Stimmung dort fantastisch war, und auch wieder werden sollte. Da jedoch der gesamte Abend bis zum Anstoß (2am) umgebracht (nee, falsches Wort) werden musste wurde ein sehr lustiges Kartenspiel rausgekramt. Falls jemand sehr bösen (brutal böse) englischen Humor, unter der Gürteillinie, politisch unkorrekt (nett ausgedrückt) und teilweise irgendwie verstörend (lustig verstörend)  mag und der englischen Sprache mächtig ist, Cards against Humanity ist das Spiel.

Wie dem auch sei, kurz vor Anpfiff waren wir im Casino und mussten feststellen, dass es brechend voll war. Entweder hatten Australier eine ungekannte Fußballeuphorie entwickelt, oder die ganzen Backpacker, Studenten, Urlauber und Einwanderer zeigten Farbe (wahrscheinlich beides). Wir mussten jedenfalls über ein Geländer klettern und fanden uns in einer Traube Franzosen wieder.
Zum Spiel muss ja nicht wirklich was gesagt werden, grandioser Himmels, Ergebnis gehalten (vor allem Neuer). Die Stimmung war gemessen an der Erwartungshaltung eher bescheiden. Vereinzelte "Deutschland Deutschland" Rufe als Kontra auf das von der Mehrheit skandierte "Allez les bleues" war schon alles. Und da unsere Nachbarn immer leiser wurden, waren nur die letzten 10min spannend.

Egal, HALBFINALE!!! 2 Siege fehlen noch und da erfolgsorientiert (hässlich) gespielt wird ist nichts anderes akzeptabel.

Aber es stand ja noch das zweite Spiel an: Brasilien gegen Kolumbien. Beim letzten Spiel der Kolumbianer hatten wir schon die Stimmung gespürt, gegen den Gastgeber waren abermals etliche Fans zur frühen Morgenstunde im Crown anzutreffen. Nicht alle Gelben waren jedoch für den Außenseiter, eine große Gruppe Brasilianer war auch da.

Schon beim Singen der Nationalhymnen entfachte ein Wettkampf der Fans. Deutsche und Franzosen waren da eher schweigsam gewesen. Natürlich unterstützten wir Kolumbien, doch jubeln durften die Brasilianer. Kurze Zeit war es ruhig, doch dann sangen die Kolumbianer wieder.
Das Spiel war deutlich unterhaltsamer, was vor allem an den brasilianischen Tempo lag, aber auch an der Atmosphäre. Im Laufe des Spiels wurde der Unmut der Kolumbianer immer großer, vor allem über die Schiedsrichterleistung. James, absoluter Liebling (verständlich), wurde zu oft gefoult und die Karten blieben stecken. Als das Tor aberkannt und das 2:0 für Brasilien fiel, schallten FIFA FIFA Rufe durch die Bar. Nach dem Anschlusstreffer flammte nochmal Hoffnung auf und letztendlich ging es ein wenig betrübt nach Hause. Die Freude über den Deutschen Sieg war aber deutlich größer.

Mal wieder was geschrieben...

Dienstag, 24.06.2014
Lang ist es her, seit dem letzten Eintrag. Viel passiert ist aber auch nicht.
Der Autoverkauf zieht sich unangenehm in die Länge, aber das dürfte auch in den nächsten Tagen erledigt sein. Danach müssen wir uns noch überlegen ob wir nach Alice Springs fliegen um das Herz Australiens um Uluru (Ayers Rock) zu besuchen. Natürlich wäre dieser Trip an den WM-Spielplan angepasst. Die Deutschlandspiele (noch 5 Siege) dürfen wir ja nicht verpassen.
Das letztendlich enttäuschende 2:2 gehen Ghana verfolgten wir mit 150 anderen Fußballverrückten (145 Deutsche) im Hofbräuhaus Melbourne. Trotz der zuschauerunfreundlichen Anstoßzeit (5 Uhr morgens, wir haben Grund zum meckern, bei euch ist ja nahezu perfekt) war die Stimmung fantastisch. Es gab sogar den ARD Radiokommentar und nicht emotionslose Australier. Deshalb sind die Tickets für Freitag Morgen auch schon gebucht.

Durch die WM hat sich unser Schlafrhythmus ein wenig nach hinten verschoben. Da wir aber tagsüber nichts zu tun haben und das Wetter bei ungemütlich, nass, kühl festhängt, kann man ruhig lange schlafen.

Back in Melbourne, again

Freitag, 13.06.2014
Donnerstag Nachmittags einmal quer durch Melbourne fahren ist eine Scheißidee. Aber da wir ein Hostel mit Parkplatz brauchen, war St.Kilda unsere Wahl. Als wir dann endlich durch den Berufsverkehr durch waren, mussten wir uns noch für ein Hostel entscheiden. Zur Wahl standen ein modernes Mittelteures und ein schlechtbewertetes Billiges. Da das Billige aber plötzlich teurer war als das Gute, checkten wir im HabitatHQ ein. Es ist ein modernes, großes und volles Hostel, das trotzdem nicht die WM-Spiele zeigt. Und das, obwohl die im FreeTV laufen.
Abends gingen wir noch kurz einkaufen und wir zeigten den Schwaben ein bisschen St.Kilda. Wir hatten uns schon gegen das frühe Aufstehen für das Eröffnungsspiel entschieden, da wir nichts in der Nähe gefunden hatten, wo übertragen wird. Aber dann wurden Freikarten für ein Kino das für die WM in Stadion umbenannt ist verteilt. Also schauten wir Jungs heute Morgen um 6 Fußball im Kino. Es war ziemlich leer und stimmungslos, aber egal: WM is WM!

Canberra

Freitag, 13.06.2014
Da die letzte Nacht doch sehr kalt und ungemütlich war, beschlossen wir in Canberra irgendwo mit Heizung zu übernachten. Die Hostels waren alle ziemlich teuer, deshalb mieteten wir einen kleinen Container auf einem Campingplatz etwas außerhalb. Vier Betten, Küche, Heizung, Bad, was will man mehr. Canberra an sich ist nicht hässlich, aber auch nicht sonderlich lohnenswert, wenn man nicht eh daran vorbeikommt. Wir fuhren als erstes zu einem Aussichtspunkt über die Stadt und danach zum Parlamentsgebäude. Ganz schön, aber halt nicht sehr besonders. Nachmittags ging's weiter nach Süden. Melbourne war nicht mehr weit, also nur noch 650km. In einem kleinen Dorf auf dem Weg gönnten wir uns nochmal einen Container um dann Donnerstag in Melbourne anzukommen.

Sydney

Freitag, 13.06.2014
Auf unserem Weg nach Sydney stoppten wir für die Nacht in einem kleinen Nationalpark. Trotz Nässe und leichtem Nieselregen schafften wir es ein Feuer und Folienkartoffeln zu machen.
Freitag fuhren wir nach Sydney rein und suchten uns im Backpackerviertel Kingscross ein Hostel fürs Wochenende. Es war relativ schwierig noch ein freies Bett zu finden, aber wir fanden noch was. Nachmittags liefen wir in die Stadt zum Steuerbüro um unsere Steuern zurrück zu kriegen. Mal sehen ob es geklappt hat, die Angestellten waren ziemlich unfreundlich.
Samstag erkundeten wir die Stadt zu Fuß. Wir liefen durch die CBD bis zum Darling Harbour und aßen in der Chinatown ein spätes Mittagessen. Abends gingen wir zum Hafen mit Oper und Harbour Bridge. Besonders spektakulär war es wegen Vivid Sydney. Dieses gratis Event findet jährlich statt und wir hatten einfach Glück. Die Sehenswürdigkeiten und andere Gebäude wurden mit Neonlicht angestrahlt, verschiedene, leuchtende Kunstwerke standen an der Promenade und tausende Menschen waren auf der Straße. Später gingen wir zurück zum Darling Harbour und schauten uns ein Feuerwerk und eine Laser-Wasser-Show ein. Es war ziemlich cool.
Sonntag sahen wir uns das alles nochmal im Hellen (Sonnenschein war nur sehr selten) an. Der Blick von der Harbour Bridge ist schon nicht schlecht und das Opernhaus sieht zumindest von weiten schön aus. Bondi Beach sparten wir uns aufgrund des schlechter werdenden Wetters.
Montag checkten wir aus und fuhren in die Blue Mountains. Dauerregen empfing uns knapp hinter Sydney und ließ uns auch nicht mehr alleine. Zusätzlich fielen die Temperaturen auf Ca. 10 Grad und nachts auf kalt. Trotzdem machten wir eine kurze Wanderung bei ein paar Wasserfällen. Wir befürchteten schon kein Feuer anzukriegen als wir zum kostenlosen Campingplatz fuhren, aber das Glück war auf unserer Seite. Auch in Australien war Montag Feiertag, nicht  Pfingsten sondern Queen Birthday, und eine große Gruppe Australier hatte den freien Tag auf dem Zeltplatz verbracht und ein entsprechend großes Feuer gemacht. Als wir ankamen waren sie gerade am einpacken und so erbten wir das Feuer. Abends hielt es uns gut warm, im Zelt in der Nacht war es aber sehr, sehr kalt.
Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich den Rest der Blue Mountains besichtigen und eventuell noch ein bisschen wandern, aber schon der erste Aussichtspunkt auf die Three Sisters nahm uns die Lust. Es war kalt, es nieselte und außerdem sah man nichts (Nebel, ahh).
Also fuhren wir direkt weiter Richtung Canberra.

Surfers, Nimbin und Byron

Mittwoch, 04.06.2014
Südlich von Brisbane fängt eine sehr bekannte Surfergegend an, die Gold Coast. Sehr interessant ist sie für uns aber nicht. Unsere Surfskills sind halt nicht die besten und die Preise dem Meerwasser gleich, gesalzen.
Dennoch schauten wir kurz in Surfers Paradise vorbei. Was wir uns als kleine gemütliche Surferstadt vorstellten, entpuppte sich als Touristenhochburg samt Skyline von unzähligen Hotels. Der Strand war aber nicht verkehrt und wir beobachteten ein paar Wellenreiter. Zwischen Gucci und Prada fühlten wir uns barfuß in Billigklamotte fehl und fuhren weiter.
Als nächstes stand der Lamington Nationalpark auf dem Zettel, mehreren Empfehlungen anderer Traveller folgend. Da es aber viel zu früh dunkel wird steuerten wir nur einen Campspot an Natures Bridge an und machten ein kleines Feuerchen. Später kam noch ein Pajero mit zwei anderen Deutschen die unsere Begleiter für die folgenden zwei Tage wurden.
Am nächsten Morgen entschlossen wir uns den Lamington Nationalpark außen zu lassen, da der Umweg gewaltig gewesen wäre, und wir schon so viel Landschaft hatten, das man so langsam ziemlich verwöhnt ist.
Mittags hielten wir in Nimbin, einem kleinen Hippiedorf. Nachdem wir die Straße einmal entlang schlenderten und in die kleinen, interessanten Läden mal reinschauten kauften wir auf dem Straßenmarkt lokale Delikatessen;)

Eigentlich wollten wir dann in einem kleinen Nationalpark schlafen, doch da dieser gesperrt war, tat es die Kuhweide eines Bauern genauso gut. Unsere Einkäufe aus Nimbin waren gut;)

Heute Morgen ging auf winzigen, kurvigen, steilen Straßen nach Byron  Bay. Der sehr schöne Strand und das klare Wasser genossen wir relativ kurz, da man den Herbst echt kommen merkt (Bräunen ist kühl, man kann nicht mehr eine Stunde im Meer bleiben). Danach wurde eingekauft: Wir sind wieder in Aldi-Territorium!
Jetzt sind wir ca.750km vor Sydney und essen gleich Nudeln Bolognese:)

Nächster Halt: Brisbane

Sonntag, 01.06.2014
Nach dem wir von der Insel zurück waren und unsere Mitfahrer samt Auto eingesammelt haben, ging die Fahrt auch schon weiter. Zwischen Rainbow Beach und Noosa kann man ca. 60km am Strand fahren. Die Flut war noch weit genug weg, sodass wir easy voran kamen. Zwischendurch hielten wir kurz an um uns Holz auf das Dach zu laden und unser Abendessen zu sammeln.
Dave hatte uns ein sehr leckeres Rezept für Muscheln gegeben, die man einfach sammeln kann. Passend zum Sonnenuntergang (an der Ostküste nicht wahrnehmbar) erreichten wir den Strandabschnitt, an dem Zelten hinter den Dünen erlaubt ist.
Lagerfeuer, Muscheln, Meeresrauschen...

Wir standen extra früh auf um den Sonnenaufgang (im Osten sehr gut wahrnehmbar) zu bewundern. Es hat sich leider nicht gelohnt, da der Himmel wolkenverhangen war.

Mittags erreichten wir mit Brisbane wieder eine richtige Stadt. Wir checkten für das Wochenende in einem schönen Hostel ein, da wir vier uns alle für Studienplätze bewerben müssen und das von einem richtigen Computer schon einfacher ist. Hier gibt es einige Reisebüros extra für Backpacker die freie Computer haben (sehr guter Service).
Samstag Abend wurde die Hostelbar ausprobiert um sich sonntags wieder vor den Rechner zu hocken. Allerdings mit Erfolg: Es wurde sich für diverse Studiengänge an verschiedensten Universitäten und Hochschulen beworben (für was, bleibt unsere Sache).
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